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Archivgeschichte

Die älteste Urkunde im Stadtarchiv stammt aus dem Jahre 1224 (Erneuerung der Stadtrechte) und die ältesten Akten der Stadt Haldensleben stammen aus dem 15.Jahrhundert. Nachdem Haldensleben 1680 an Brandenburg fällt, werden damit auch entsprechende Veränderungen im Behördenwesen der Stadt gezeitigt. Die städtischen Registraturen werden noch 1680 an einem zentralen Ort vereinigt. Das um die Mitte des 15.Jahrhunderts nachweisbare Urkundendepot hatte sich überholt und war nun in den „Alten Ratsbestand“ eingeordnet worden.
Dr.Walter Möllenberg (Archivar am Königlichen Staatsarchiv) kommt der Verdienst zu, den vorhandenen Archivfond wohlgeordnet und erstmals verzeichnet zu haben, wie er heute noch größtenteils in den Findbüchern des Stadtarchivs einzusehen ist.

Spätestens mit Boye und Bolms wird dann das Pertinenz(Betreff)-Prinzip abgelöst und durch das Ordnungssystem nach dem Titel des abgebenden Amtes bzw. Körperschaft (Provenienz-Prinzip) ersetzt. Verdienstvoll zu nennen sind die Arbeiten der nach 1945 folgenden Archivare Thiemann, Ziems und Grahn. Sie alle haben einen bedeutenden Beitrag zu dem geleistet, was heute das Haldensleber Kreis- und Stadtarchiv ausmacht.

Als Haldensleben 1816 zum Sitz eines Landrates bestimmt wird, wird es somit zugleich auch Kreisstadt mit der Bezeichnung Neuhaldensleben. Nach der 1938 erfolgten Eingemeindung von Althaldensleben, wird der Name Haldensleben für Kreis und Stadt geführt.
1952 wird beim vormaligen Rat des Kreises Haldensleben ein Kreisarchiv eingerichtet.

Im Jahre 1977 wurde das Kreisarchiv mit dem Stadtarchiv vereinigt. Bis 1993 gab es eine räumliche Trennung beider Archive aber nur eine personelle Besetzung durch den Kreis Haldensleben.

Die Unterbringung beider Archive war keinesfalls ideal. In den Magazinen war es feucht, kalt, muffig und dunkel. So suchte man nach 1990 einen Standort der den Verwaltungsaufwand bei der Bereitstellung der Akten für beide Behörden gleichmäßig verteilt und zugleich dem Benutzer leicht zugänglich ist. Nachdem die Stadt Haldensleben 1991 das Grundstück der ehemaligen Pestalozzi-Schule in der Bülstringer Strasse 30 kostenlos an den Landkreis Haldensleben übertragen hatte, beschloss der Kreistag das ehemalige Hospitalgebäude zur Nutzung als Archiv umzubauen. Dabei standen vor allem auch denkmalpflegerische Aspekte im Vordergrund. Da wesentliche Teile der originalen Bausubstanz erhalten geblieben sind, sollte der - anhand historischer Fotos (um 1900) - überlieferte Zustand wiederhergestellt werden. Nach umfangreichen Ausbau- und Sanierungsarbeiten konnte das Gebäude 1993 bezogen werden. In diesen Räumlichkeiten befindet es sich noch heute. Das neu eröffnete Kreis- und Stadtarchiv Haldensleben repräsentiert sich in einem restaurierten Bau, der moderne Benutzer-, Mitarbeiter-, Magazin- und Veranstaltungsräume beherbergt.

Die überaus effektive und verwaltungstechnisch-wirkungsvolle Variante der Zusammenlegung beider Archive hat sich seitdem und jetzt zunehmend bewährt. Auch hinsichtlich des engen Zusammenhangs und der Abgestimmtheit der Forschungsthemen, wissenschaftlichen, genealogischen u.a. Anfragen sowie Benutzungen zeigt sich die Richtigkeit dieser Einheit sehr deutlich.

Die Patientenakten der aufgelösten Poliklinik Haldensleben und die Unterlagen des Gesundheitsamtes des vormaligen Rat des Kreises Haldensleben wurden 1993 in einem zentralen Medizinischen Archiv in der Schützenstrasse in Haldensleben (Stasi-Gebäude) untergebracht. Der Umzug in die Schwimmbadstrasse 2b in Wolmirstedt erfolgte 1996. Das Medizinische Archiv ist eine Außenstelle des Kreis- und Stadtarchivs Haldensleben.

Seit der Bildung des Landkreises Ohrekreis 1994 (Altkreise Haldensleben und Wolmirstedt) gehören auch die Bestände des Kreisarchivs Wolmirstedt zum Kreis- und Stadtarchiv Haldensleben. Die kreisangehörigen Städte Wolmirstedt und Oebisfelde unterhalten eigene Archive.

Mit der Kreisgebietsreform 2007 wurden die ehemaligen Landkreise Ohrekreis (Haldensleben,Wolmirstedt) und Bördekreis (Oschersleben,Wanzleben) zum Landkreis Börde zusammengefasst. Die Vorgänger des Landkreis Bördekreis, die Kreise Oschersleben und Wanzleben, richteten erst nach 1955 eigene Kreisarchive ein. In den ersten Jahren erfolgte nur die Übernahme von Schriftgut aus den Fachbereichen der Räte der Kreise. Nach 1970 übernahmen beide Kreisarchive jeweils auch Gemeindebestände aus ihren Kreisgebieten. Nach dem Zusammenschluss der beiden Kreise zum Bördekreis im Jahre 1994 blieben beide Archive vorerst an ihren alten Standorten. Seit Ende 2003 befinden sich die Bestände der ehemaligen Kreisarchive Oschersleben und Wanzleben im gemeinsamen Archiv des alten Bördekreises im Hauptverwaltungsgebäude der Kreisverwaltung in der Kreisstadt Oschersleben (Bode).


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